Prolog

Die Krone #schreibmitdarkdiamonds

Prolog

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Nicht jeder kann die Wahrheit sehen, aber jeder kann die Wahrheit sein
- Franz Kafka

Meine Verfolger sind direkt hinter mir. Ich laufe nun schon so lange, dass ich nicht mehr weiß, wie es ohne die ständige Angst vor dem Tod war. Ganz egal wie oft ich versucht habe dem zu entkommen, sie haben mich gefunden und sie hätten nicht aufgehört zu suchen. Meine Füße tragen mich schneller und schneller über den Boden, der mich wie heiße Lava umgibt. Es ist, als würde ich fliegen, doch die Flügel brechen und ich stürze erneut ab. Die Luft um mich herum wird dünner und ich weiß, dass der Moment gekommen ist. Hätte ich einfach aufgegeben, könnte ich jetzt vielleicht schon frei sein. Doch manchmal ist Freiheit nicht das Einzige wofür man kämpfen kann. Manchmal ist es mehr als das. Endlich halte ich an. Das abrupte Ende meines Laufs wirbelt noch einmal den Staub vom Boden auf, bevor ich mich umdrehe und meinen Verfolgern direkt in die Augen sehe. Lange Zeit wusste ich nicht was auf mich warten würde, doch nun wo ich es weiß, muss ich mich für einen Weg entscheiden. Ich habe lange genug zugesehen, viel zu lange gewartet. Dieser Gedanke begleitet mich, als ich nach der Klinge an meiner Hüfte taste. Ein letztes Mal setze ich zum Laufen an und halte diesmal direkt auf meine Gegner zu.

Kapitel 1